Aktueller Stand – 15.03.2021

In Deutschland wird für’s Erste nicht mehr mit der Vakzine von AstraZeneca geimpft. Die Bundesregierung hat die Impfungen nach einer aktuellen Empfehlung des Paul-Ehrlich-Institutes vorsorglich ausgesetzt. Jens Spahn teilte in der heutigen Pressekonferenz mit, dies geschehe rein vorsorglich, ihm sei bewußt, welche Verunsicherung dies bei gerade geimpften Patienten auslösen würde. Herr Spahn erklärt weiter, dass die Bundesregierung eine Lösung finden werde bzgl. einer geplanten Zweitimpfung.

Anlaß der Stopps sind Berichte über Komplikationen nach den Impfungen, konkret ging es um die Bildung von Blutgerinnseln. Der Ema (Europäische Arzneimittel Agentur) wurden bislang rund 30 Fälle von Gerinnungsstörungen nach einer AstraZeneca-Impfung gemeldet und das bei bislang knapp 5 Mio. Geimpften. Die Ema berichtet in einem Statement: „Die Zahl der thrombembolischen Vorfälle bei geimpften Menschen ist nicht höher als die Zahl in der Gesamtbevölkerung.“ Nach erster Prüfung gäbe es keinen Hinweise auf einen ursächlichen Zusammenhang. „Der Nutzen des Impfstoffes überwiegt die Risiken und der Impfstoff kann weiterhin verabreicht werden, während die Überprüfung der Gerinnungsstörungen weiterläuft“, so die Prüfungsexperten der Ema.

Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht den Impfaussetzer kritisch „Auf der Grundlage der vorliegenden Daten halte ich das für einen Fehler. Die Prüfung ohne Aussetzung der Imfpung wäre wegen der Seltenheit der Komplikation besser gewesen. In der jetzt Fahrt aufnehmenden dritten Welle wären die Erstimpfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff Lebensretter“, so der Politiker auf Twitter.

Irritiert äußerte sich auch die Europapolitikerin Katarina Barley „Die neueste Generation der Antibabypille hat als Nebenwirkung Thrombosen bei 8 – 12 von 10.000 Frauen. Hat das bisher irgendwen gestört?“, fragt sie auf Twitter.